Unter den zahlreichen Bauten, die unter der Herrschaft des Stauferkaisers Friedrichs II. (1194–1250) entstanden, sind einige besonders durch ihre Gestaltung hervorgehoben, die fast ausschließlich von ästhetischen Kriterien bestimmt zu sein scheint. Es handelt sich hierbei um Castel del Monte, das Turmkastell von Lucera, das Brückentor zu Capua sowie um die drei Kastelle von Syrakus, Augusta und Catania auf Sizilien.
Die Bauten des Stauferkaisers Friedrichs II. – Monumente des Heiligen Römischen Reiches
Literatur zu den Bauten des Stauferkaisers Friedrichs II.
Literaturverzeichnis mit Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur
Abulafia, David, Frederick II. – A medieval Emperor, London 1988.
Agnello, Giuseppe, L’Architettura sveva in Sicilia, Roma 1935.
AGNELLO, Castelli svevi
Albrecht, Uwe, Von der Burg zum Schloß, Worms 1986.
Andrae, Bernhard, Römische Malerei, in: Kraus, Theodor (Hg.), Das römische Weltreich, Propyläen Kunstgeschichte, Berlin 1990, S.201–204.
Antonow, Alexander, Castel del Monte – Ein spätstaufisches Kunst– und Staatsbauwerk, in: Kozok, Maike (Hg.), Architektur Struktur Symbol. Streifzüge durch die Architekturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart, Festschrift für Cord Meckseper zum 65. Geburtstag, Petersberg 1999, S. 211–238.
Landesausstellung Oldenburg 2008
“Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Welt und Kultur des Mittelmeerraums”. Landesausstellung des Landesmuseums für Natur und Mensch, Oldenburg, vom 10.02.-15.06.2008
Sehr gespannt fuhren wir direkt am Tag der Ausstellungseröffnung nach Oldenburg. Schon im Vorfeld hatte ich Kontakt zur Ausstellungsleitung. Man hatte angefragt, ob man meine Dissertation ins Programm des Schriftenstandes aufnehmen dürfe, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Auf meine Anfrage, ob ich die wissenschaftliche Entwicklung der Ausstellung mit unterstützen dürfe, bekam ich leider keine Antwort. Doch egal, wenn es etwas Neues über den Stauferkaiser Friedrich II. zu erfahren gibt, bin ich immer hochinteressiert dabei.
Castel del Monte und andere Bauten
Unter den zahlreichen Bauten, die unter der Herrschaft des Stauferkaisers Friedrichs II. (1194–1250) entstanden, sind einige besonders durch ihre Gestaltung hervorgehoben, die fast ausschließlich von ästhetischen Kriterien bestimmt zu sein scheint. Es handelt sich hierbei um Castel del Monte, das Turmkastell von Lucera, das Brückentor zu Capua sowie um die drei Kastelle von Syrakus, Augusta und Catania auf Sizilien.
Eigene Publikationen
* Drei Grubeninhalte der spätesten Urnenfelder- und frühesten Hallstattzeit aus Geldersheim, Lkr. Schweinfurt, in: Beiträge zur Archäologie in Unterfranken 2002, Mainfränkische Studien Band 69, S.117-182.
* Die Bauten des Stauferkaisers Friedrichs II. – Monumente des Heiligen Römischen Reiches, Berlin 2005, dissertation.de
* Castel del Monte – Ein Monument des Heiligen Römischen Reiches?, in: ARX – Burgen und Schlösser in Bayern, Österreich und Südtirol 1-2006, S.3-9.
* Welttheater und Gesamtkunstwerk – Barocke Kunst vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges, in: Pax Geschichte (ehem. Pax et Gaudium) 1-2007
* Birgit Wagner in Zusammenarbeit mit Walter M. Brod, Franconica et Herbipolensia – Sammlung Brod. Depositum in der Universitätsbibliothek Würzburg. Ein Überblick, in: Tempora mutantur et nos? Festschrift Walter M. Brod 2007, Akamedon 2007, S.69-74.
* Spessartmuseum Lohr am Main: Mehr als Räubergeschichten und Schneewittchen, in: DAMALS – Das Magazin für Geschichte und Kultur 11/2007, S.70-71.
* Der Winterkönig – Friedrich V., der letzte Kurfürst aus der oberen Pfalz, 23 S., München und Ravensburg, 2003/2007.
* Die Kastelle von Syrakus, Augusta und Catania, 23 S., München und Ravensburg 1998/2007.
* Der Um- bzw. Ausbau der mittelalterlichen Burg zum Renaissanceschloss, 30 S., München und Ravensburg, 1998/2007.
* Die evangelische Stadtkirche Lauterbach, Schnell & Steiner, Kleiner Kunstführer Nr. 2709, Regensburg 2009.
* Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern: „Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern“, 2009, Projektmitarbeit.
Forschungsgeschichte zu den Bauten des Stauferkaisers Friedrichs II. bis zum Jahr 2003
Forschungsgeschichte mit kritischen Anmerkungen
Dass die Bauwerke Friedrichs II. bereits kurze Zeit nach ihrer Entstehung einer schriftlichen Erwähnung für würdig befunden wurden, zeigt sich besonders deutlich an den Quellen zum Brückentor von Capua. Es wurde von Andreas von Ungarn beschrieben und fand Eingang in die „Gesta Romanorum“.[1] Aufgrund des großen dokumentarischen Wertes solcher Äußerungen werden diese in den entsprechenden Kapiteln ausführlich behandelt. Wichtig für den Bekanntheitsgrad friderizianischer Baukunst war auch deren Nennung in mittelalterlichen „Reiseführern“ wie den „Mirabilia Urbis Romae“. Über die Jahrhunderte hinweg wurden die Bauten und der Zustand, in dem sie sich befanden, in Reiseberichten erwähnt und manchmal auch ausführlicher beschrieben, so etwa Lucera. In Italien äußerten sich bereits seit dem frühen neunzehnten Jahrhundert Autoren – meist im Zusammenhang der Darstellung lokaler Historie – zu den Bauten.[2]
Ausstellung “Die Staufer und Italien” in Mannheim
Es ist manchmal schon seltsam, wie eng die Welt der Kunsthistoriker und Historiker ist. Man schreibt über 5 Jahre hinweg eine Dissertation von insgesamt 585 Seiten und veröffentlicht sie (wie oftmals mangels finanzieller Mittel) in der preiswertesten Version. Fachlich und inhaltlich macht es keinen Unterschied, ob dieses Buch nun einen Hochglanzeinband hat und von Schnell und Steiner aufgelegt wurde, oder in der Basis-Klassikausstattung über “dissertation.de” veröffentlicht wurde. Viele Dissertationen schaffen es in der heutigen Zeit nicht einmal bis in die gebundene Form …” dank” Internet.
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